Infrastruktur, Verkehr und Energie

Mobilität, ob nun im Individualen oder im Öffentlichen Verkehr, ist ein Grundbedürfnis und unverzichtbar für Freiheit und Wohlstand. Die FDP verfolgt eine Verkehrspolitik, die alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen im Blickfeld hat und berücksichtigt.

 

Der Lückenschluss der A33 ist immer noch nicht fest terminiert. Die Belastungen für die Anlieger der B68/B476/Bahnhof Borgholzhausen steigen in das Unermessliche. Auf der anderen Seite sind aber auch die Belange der von der Trasse der A33 betroffenen Bürger zu berücksichtigen.

 

Dieses gilt ebenso für die Anwohner an der neu geplanten 380kv-Hochspannungsleitung. Bei diesen beiden Projekten wird es schon während der Bauphase zu empfindlichen Einschränkungen kommen.

 

Hier sind die Kommune, die Parteien und involvierten Verbände gefordert die Belastungen der Anlieger so gering wie möglich zu halten und bei Problemen sofort Hilfestellungen zu bieten.

 

Zur kommunalen Infrastruktur gehören aber vor allem auch die Straßen und Wege der Gemeinde, Geh-, Radfahr-, und Wanderwege. Sie sind das Herz und der Lebensnerv Borgholzhausens.

 

Borgholzhausen braucht ein leistungsfähiges Netz an Verkehrswegen aller Art und weniger Schlaglöcher oder Stolperfallen in Straßen, Radwegen oder auf Bürgersteigen.

 

Seit Jahren verharren die Finanzmittel für den Ausbau und die Instandsetzung unserer Verkehrsinfrastruktur auf einem niedrigen Stand. Im gleichen Maße erleben wir den Verfall unserer Verkehrsinfrastruktur, dem muss Einhalt geboten werden. Auf der anderen Seite befürworten wir ökonomisch und ökologisch sinnvolle Rückbaumaßnahmen an nicht mehr benötigten Wegen.

 

Gerade im Bereich der Trasse der A33 wird auch die kommunale Infrastruktur großen Belastungen ausgesetzt sein. Die FDP Borgholzhausen wird sich für eine detaillierte Ist-Aufnahme der kommunalen Straßen und Wege vor Baubeginn der A33 einsetzen, um später die entstandenen Schäden durch den Trassenbau dokumentieren zu können.

 

Es kann nicht sein, dass die Bürger Borgholzhausens für entstandene Schäden durch den Bau einer Bundesautobahn über Steuergelder zur Kasse gebeten werden.

 

Der Wunsch des Bürgers nach Mobilität ist mit den Zielen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes in Einklang zu bringen. Der demographische Wandel, sowie die Kostenexplosion bei Energieträgern werden auch im Individualverkehr Veränderungen mit sich bringen. Nachfrageorientierte Zukunftskonzepte sind unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit und der Angebotsverbesserung zu prüfen und zu fördern. Dabei muss der Individualverkehr und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sinnvoll verknüpft werden.

 

Daher setzt sich die FDP für ein Miteinander von motorisiertem Individualverkehr, ÖPNV, Fahrradfahrern und Fußgängern ein. Dabei darf sich das Angebot des ÖPNV aber nicht nur auf das Kernstadtgebiet von Borgholzhausen begrenzen.

 

Gerade auch in den Außenbezirken muss den Bürgerinnen und Bürgern im Hinblick auf den demographischen Wandel ein bedarfsgerechtes ÖPNV-Angebot zur Verfügung stehen. Daher unterstützen wir auch den Streckenausbau für den sogenannten PIUM-Bus.

 

Die FDP-Borgholzhausen unterstützt die Bemühungen einer Erweiterung des 30-Minuten-Taktes von heute zwischen Bielefeld – Halle auf die gesamte Strecke Bielefeld – Osnabürck.

 

Zur modernen und unverzichtbaren Infrastruktur gehört aber auch eine leistungsfähige Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese sind ein wichtiger Standortfaktor, nicht nur für die heimische Wirtschaft, Schulen, Verwaltung, Landwirte und Freiberufler, sondern auch für Eigenheimbesitzer oder Vermieter.

 

Die FDP Borgholzhausen fordert eine noch bessere Versorgung mit leistungsfähiger, schneller Internet-Technologie für alle, also auch in den Außenbezirken.

 

Der Verbrauch an fossilen Brennstoffen ist endlich. Die Nutzung regenerativer Energien ist ein wesentlicher Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Die FDP Borgholzhausen befürwortet die Nutzung solcher neuen Technologien.

 

Ohne die Stimmen der FDP im Rat wäre es nicht zur Prüfung und Umsetzung des Repowerings der Windkraftanlage am „Hollandskopf“ gekommen. Weitsichtig haben wir die Pläne von Anfang an begleitet und maßgeblich zur Umsetzung beigetragen.

 

Eine Kommune sollte bei der Energiewende dem Bürger als Vorbild und als Ansprechpartner dienen. Die FDP unterstützt die Verwaltung bei der Umsetzung des European Energy Award (EEA). Der EEA ist das Programm für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Der EEA ist prozessorientiert angelegt und dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien.

 

Die Stadt Borgholzhausen ist hier auf einem guten Weg was durch die Auszeichnung mit dem Energy Award in 2013, zum zweiten Mal nach 2012, auch landesweit auf Akzeptanz stößt. Die FDP unterstützt weitere Maßnahmen in 2014, um eventuell bei einer weiteren Zertifizierung als mit Gold ausgezeichnete Kommune ein positives Beispiel abzugeben.

 

Die FDP fordert daher, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um durch Einsatz von fortschrittlicher, moderner und effizienter Technologie, Solartechnik, Erdwärme, nachwachsender Rohstoffe usw., aber auch durch verbesserte Wärmedämmung, unsere Energieversorgung zu sichern und dem Klimaschutz gerecht zu werden.

 

Das s.g. „Fracking“ in seiner heutigen Form ist für die FDP Borgholzhausen keine Form der gesicherten und nachhaltigen Energiegewinnung und wird deshalb abgelehnt.