Stadtentwicklung

Die Bürger der Stadt Borgholzhausen sollen sich in ihrer Kommune wohl fühlen. Daher bedarf es einer modernen, integrativen Stadtentwicklungspolitik. Die Lebens-, Wohn- und Arbeitsqualität steht bei der Ortsentwicklung im Fokus.

 

Gewerbe-, Misch- und Wohngebiete, Geschäfte, Straßen, Wege, Rad- und Gehwege, Park- und Naherholungsgebiete müssen sorgfältig geplant und dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit unterworfen werden. Unnötiger Landverbrauch ist zu vermeiden. Das ist aktiver Umweltschutz.

 

Eine Gemeinde kann mit Bebauungsplänen nur die Rahmenbedingungen schaffen. Die FDP-Borgholzhausen möchte zudem im Vorfeld wenig bürokratische Hürden, sowie mit Vorgaben gestalterischen Freiraum reglementieren.

 

Wir sind aufgeschlossen für das Ziel in einem integrierten Klimaschutzkonzept eine Klimaschutzsiedlung zu errichten. Auch müssen diejenigen in einem solchen Baugebiet ein Haus dürfen, die sich ein Passivenergiehaus aus wirtschaftlichen Gründen nicht erlauben können.

 

Die Art der Bebauung sollte auch gesellschaftliche Veränderungen berücksichtigen. Wohnraum für Singlehaushalte, Alleinerziehende, Senioren oder Zwei-Personen-Haushalte in Form von Eigentumswohnungen oder Doppelhaushälften müssen Berücksichtigung finden.

 

Menschen wollen sich mit ihren Wohnflächen im Kernbereich einer Stadt ansiedeln und nicht an die Peripherie gedrängt werden. Eine Kernstadt zu stärken, bedeutet Menschen in deren Mitte zu holen.

 

Aus diesen Gründen halten wir die Entscheidung für das Baugebiet ENKEFELD für ein falsches Signal. Richtig ist das Ausweisen von weiteren Baugebieten, welche die Kernstadt stärken. Der von der FDP vorgeschlagene HARDENBERG wäre dafür prädestiniert.

 

Zur Stärkung der Innenstadt möchte die FDP Borgholzhausen mitarbeiten, endlich eine Lösung für das ehemalige „Poppenburg“-Gelände zu finden. Diese Industriebrache muss mit Hilfe aller Beteiligten endlich aus dem Herzen von Borgholzhausen verschwinden.

 

Die FDP wünscht sich einen lebhaften Mix an Geschäften und weiteren Angeboten. Dieses Engagement darf sich aber nicht alleine auf die Innenstadt beschränken, auch die anderen Ortsteile verdienen freundliche Stadtbereiche, der zum Verbleiben einladen.

 

Die Politik kann mit einfachen Regeln und wenig Bürokratie hier eine gute Grundlage bieten. Am Ende ist die Kaufmannschaft gefordert, die Wünsche der Kunden zu befriedigen. Der Kunde muss sich seiner Position und Stärke bewusst werden.

 

Der Verbraucher entscheidet mit seinen Wünschen und Kaufverhalten über die Zusammensetzung des Angebotes. Reines Kaufverhalten im Internet bringt für den Handel vor Ort keine zukunftsträchtigen Impulse.

 

Die FDP Borgholzhausen begrüßt außerordentlich die positiven Aktivitäten der verschiedenen Läden um das Einkaufszentrum „Freistraße“/„Jammerpatt“, die auch durch das Verbraucherverhalten mit initiiert wurden. Ein Beispiel für Liberales Handeln und den positiven Auswirkungen der Kräfte des Marktes.

 

Wir befürworten zusätzlich die Bemühungen im Bereich der „Kaiserstraße“ für eine weitere Belebung der Innenstadt.

 

Wie bei allen Vorhaben sind die Kommune, die Parteien und involvierten Verbände gefordert, die Belastungen der Anlieger so gering wie möglich zu halten und bei Problemen sofort Hilfestellungen zu bieten.

 

Den jetzigen Entwurf des Landesentwicklungsplanes (LEP) der Rot-Grünen Landesregierung lehnt die FDP Borgholzhausen ab. Die kommunale Planungshoheit wird unangemessen stark reglementiert und gerade die Bedürfnisse von Kommunen im ländlichen Raum werden nicht berücksichtigt. Wir vor Ort benötigen Bewegungsfreiheit bei Planungen und keine Bevormundung sowie Fesseln, die eine Entwicklung Borgholzhausen behindern. Wir stehen zu dem Ziel des LEP’s den Flächenbedarf langfristig auf „Netto-Null“ zu bringen. Es darf dabei aber zu keiner Bevorteilung von Ballungsräumen (Ruhrgebiet) zum Nachteil anderer Landesteile (etwa OWL) kommen.